Don Pensativo

home    message    submit    archive    theme
©
- Follow your heart, you will see, all your dreams become reality -
I'm nothing special, just a little philosopher, thoughtful but also spontaneously, emotional and almost always friendly and polite. If you want to know what's going on in my mind, check out my page...

Live is for living

Black eyes, pitch-black eyes. And the glittering in it, the sparkling.
Black eyebrows, strong and bold, thick and beam-like, emphasizing the eyes, decorating the eyes.
Black hair, pitch-black hair. So glossy and clean, delicate as silk. The magnificent head of hair like floods of water, originating from a spring, flowing down the sides of the head.
And yet they have to hide so often.
And the noses! Curved Roman noses, sharply contoured . So wonderful. Because without them they wouldn’t be what they are;
the women from the place where women are worth nothing.
Curved dynamic nasal wings, often adorned with rings.
Curved lips, so inconspicuous, which must keep silent so often.
The women from there, the most beautiful ones in the world, although beauty is not what they are meant to show. So stunningly beautiful, so surreal. And so far away, so unapproachable.
The women from there, in whose eyes the water flows so often, in pain, silently running down, blazing its path downwards. Seeping away somewhere, beyond the wings of the nose, down into the fabric of the cloth. This piece of cloth which symbolizes all the muteness and pain. And nobody cares. The Crescent is shining, sneering because it is the weapon which vanquishes all. But one day it will lose its shine, the black fire will break out, the flames will leap up, burning ever so bright.
But oneday he will turn pale, because the black fire breakes out, rears up, will glow brighter.
image

An diesem dunkeldüstren Abend,
Der Wind ums Haudach jault so klagend,
Klirrend kalt wie neblig nass, so fisselts feucht,
Dem Herrn ins Angesicht, er keucht,
Denn er hat in Eil’ gescheucht,
Sein Kind, den wein’den kleinen Bub,
Hinein in die wohlig warme Stub’.
Schlotternd schlurfen sie entlang,
Den Korridor, den großen Gang,
Angelockt vom knisternden Klang,
Des Feuers vom Kamin, im Wohnzimmer,
Wo im goldig gelben Schimmer,
Sich zuckend züngelnd die Flammen wiegen,
Glitzernd glimmernd die Funken fliegen,
Der Bub sitzt nah und gähnt zufrieden.
Die anmutige Aura des Feuers, die Macht,
Der flimmernden Flamme, wenn sie entfacht,
Spendet den Menschen Wärme und Kraft,
Behaglichkeit und Sicherheit,
Geborgenheit, Sanftmütigkeit.
Der Herr schnarcht schon, schläft schließlich ein,
Der Bub träumt ‘s Träumelein vom Bäumelein
Und beide liegen sie so fein in des Feuers warmen Schein.

Schwarze Augen, pechschwarze Augen. Und das Glitzern in ihnen, das Funkeln.
Schwarze Augenbrauen, kräftig und mutig, dick und balkenhaft, betonen die Augen, dekorieren die Augen.
Schwarzes Haar, pechschwarzes Haar. So glänzend und rein. Die Haarpracht wie Wasserfluten, entsprungen aus einer kräftigen Quelle, so fließen sie herab. Und doch müssen sie sich verstecken so oft.
Und die Nasen! Geschwungen, gebogen, scharf geschnitten. So wunderbar. Denn ohne sie wären sie nicht das was sie wären;
die Frauen von dort wo Frauen nichts wert sind.
Geschwungene dynamische Nasenflügel, nicht selten mit Ringen geschmückt.
Geschwungene Lippen, so unscheinbar, die stumm bleiben müssen so oft.
Die Frauen von dort, die schönsten der Welt, nicht selten ihnen das verboten ist. So traumhaft schön, so surreal. Und so weit weg, so unannahbar.
Die Frauen von dort, in deren Augen so oft das Wasser fließt, vor Schmerz, stumm herabrinnt, sich den Weg hinab bahnt. Irgendwo versickert, hinterm Nasenflügel oder im Stoff. Diesem Stück Stoff, der all den Schmerz und die Stummheit symbolisiert. Und keinen interessierts. Der Halbmond scheint, er lächelt böse, denn er ist die Waffe, die alles bezwingt.
Doch eines Tages, da wird er verblassen, denn das schwarze Feuer entfacht, bäumt sich auf, wird heller glühen.
image

So schöne Feder hat der Vogel. Smaragdgrün.
Ach, wie ist das Leben schön, denkt sie.
Die warme Sonne lässt das Wasser glitzern. Der Vogel taucht seinen Schnabel in die Blüte. Die Blüte, die so wunderbar leuchtet.
Und alles ist so grün. So frisch. So lebendig. So schön.
Sie schaut auf, erblickt die Tafel. Und sieht immernoch den Vogel.
Sie hört den Lärm nicht, nicht die Worte des Mannes. Sie kann den Vogel flattern hören, wenn sie die Augen schließt.

Da, plötzlich, ein Schütteln, ein Rütteln an ihrem Arm. Augenpaare glotzen sie an. Sie blickt geradeaus. Merkt, dass jemand mit ihr spricht. Der Mann.
"…oder eine Funktion dritten Grades?"
Ihr Herz klopft. Sie stockt. Will weg. Blickt auf ihre Hände. Spürt die Handschellen. Spürt die Ketten am Bein. Blickt auf die Tafel, sieht Hieroglyphen. Sieht Striche und Linien.
"Oktober - October - Octobre. Ein Kolibri schlägt etwa 60 mal pro Sekunde mit den Flügeln. Foto: Heinz Krimmer". Murmelt sie.
Stille. Dann Gelächter. Dann ein Knall. Der Kalender ist von der Wand gefallen.
Der Vogel!, denkt sie. Dreht sich um, blickt aus dem Fenster.
Ein Spatz landet auf dem Ast. Putzt sich, fliegt davon.
Sie steht auf. Öffnet das Fenster. Springt hinaus.